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Friedensgespräche Israel und Palästina
Posted by admin in Leben, Zwischen den Fronten on September 5, 2010
Da ich selbst aus dem Nahen Osten komme, beobachte ich die Friedensgespräche zwischen Israel und Palästina in Washington mit ganz besonderen Augen. Vor allem wenn man selbst einen Krieg indirekt miterlebt hat, weiß man, dass es kaum wichtigere Dinge gibt als Frieden.
Obwohl ich eine Einigung nach acht gescheiterten großen Verhandlungen zwischen den beiden Parteien seit 1979 nicht unbedingt für sehr wahrscheinlich halte, wünsche ich den Menschen in Israel und Palästina natürlich nichts mehr als dass sie ihren lang ersehnten Frieden endlich bekommen und ohne Angst durch die Straßen gehen können.
Friedensgespräche Israel und Palästina | Zweistaaten-Lösung?
US-Präsident Obama schlägt eine Zweistaatenlösung vor. Meiner Einschätzung nach ist eine Einigung auf diese Lösung in den letzten Wochen aber sogar noch unrealistischer geworden. Palästina und vor allem Israel geht es wirtschaftlich derzeit besser als seit Langem. Beide Parteien sehen im Frieden daher wohl eher Kosten als Profit.
Als ehemaliger Iraker frage ich mich daher, ob die USA es überhaupt ernst meinen mit ihrer Gesprächseinladung oder einen anderen Hintergedanken haben. Erst vor wenigen Tagen haben die letzten US-amerikanischen Truppen den Irak verlassen. Die Frage, ob die USA derzeit nur versuchen davon abzulenken, dass sie die Menschen im Irak im Stich gelassen haben, muss erlaubt sein.
Friedensgespräche werden ein Jahr dauern
Die US-amerikanische Außenministerin erklärte die Friedensgespräche seien zunächst auf 1 Jahr befristet. Ich hoffe ich irre mich und sie enden nicht schon viel früher. Dass kurz vor dem Beginn der Gespräche durch einen Anschlag der Hamas im Westjordanland wieder einmal unschuldige Menschen ihr Leben verloren haben, macht mir alles andere als Hoffnung.
Der Spiegel sieht das ganze Szenario trotz der Geschichte etwas positiver…
[Bild:Westjordanland © wikipedia.de/Tzzzpfff]
Verluste nach der Besatzung und des Kriegs im Irak
Am 31. August 2010 hat US-Präsident Barack Obama den Kampfeinsatz im Irak nach siebeneinhalb Jahren für beendet erklärt. Auf eine Siegeserklärung verzichtete er dabei.
Mit gutem Grund. Denn die Streitkräfte der USA lassen ein Land zurück, das politisch instabiler ist als es zu Zeiten Saddam Husseins je war – nichts funktioniert mehr richtig, Terroranschläge sind praktisch an der Tagesordnung, eine stabile, geschweige denn wirklich demokratische, Regierung nicht in Sicht.
Kleine Statistik zu den Verlusten während des Krieges und der Besatzung im Irak Read the rest of this entry »
Dschalal Talabani: Derzeitiger Präsident des Irak
Nachdem der Irak vor ein paar Jahren noch das Nachrichtenthema Nummer eins in nahezu allen Medien war, ist es in letzter Zeit doch merklich stiller um das Land geworden. Vor allem nachdem sich die USA etwas aus dem Land zurückgezogen haben.
Als wir im Freundeskreis vor kurzem mal auf das Thema Irak zu sprechen gekommen sind, fragte ich mich, wer eigentlich gerade der Präsident des Irak ist und wie sein Lebenslauf aussieht, schließlich ist das ein Amt, um das ihn sicher kaum jemand beneidet.
Von Saddam Hussein zu Dschalal Talabani: Präsident des Irak
Tatsache ist, dass die USA nach dem Sturz von Saddam Hussein die politische Neuordnung des Landes in die Wege leiteten und auch stark beeinflussten. Nachdem zunächst Ghazi al-Yawar als Übergangspräsident eingesetzt wurde, fanden im Januar 2005 die ersten freien und allgemeinen Wahlen seit 4 Jahrzehnten statt.
Neuer Präsident des Irak wurde der damals 72-jährige Kurde Dschalal Talabani.
Sein Lebenslauf liest sich doch deutlich anders als der eines westlichen Staatsoberhauptes, wie ich finde. Er studierte Rechtswissenschaften, engagierte sich früh in Parteien und nahm auch an politischen Revolten gegen frühere Staatsoberhäupter teil.
1975 gründete der heutige Präsident des Irak in West-Berlin mit anderen kurdischen Politikern die Partei PUK und verbündete sich mit dem Iran, wohin er später auch floh, als die irakische Regierung 1988 chemische Waffen gegen die kurdische Bevölkerung im Nordirak einsetzte. 1991 beteiligte er sich aktiv am Bürgerkrieg im kurdischen Teil des Irak, bevor er 2005 mit großer Mehrheit und ohne Einfluss der USA zum Präsident des Irak gewählt wurde.
Mehr über seine Vorstellungen kann man im NZZ-Interview nachlesen.
Wiki Leaks und die Videos zu Afghanistan
Wiki-Leaks stellt eine sehr interessante Internet-Plattform dar, auf der anonym Dokumente und Informationen veröffentlicht werden können. Diese weckt immer mehr das Interesse der Bundesbürger, denn es kommen Dokumente zum Vorschein, die einem sehr viel Aufschluss geben und bei denen ein öffentliches Interesse besteht. Zurzeit sind Wiki Leaks und die Videos zu Afghanistan in aller Munde.
Mehr als 90.000 Geheimberichte hat der Internetdienst veröffentlicht und somit die Lage in Afghanistan stark verdeutlicht und präsentiert. Es ergab sich durch Wiki-Leaks und die Videos zu Afghanistan ein sehr drastisches Bild
So belegten die Videos und auch die geheimen Dokumente unter anderem, dass die Situation im deutschen Verantwortungsgebiet im Norden sehr viel schlechter ist, als von der Bundesregierung dargestellt. Natürlich kritisierte die amerikanische Regierung die Veröffentlichung der Militärdokumente zum Krieg in Afghanistan. Diese Veröffentlichung würde das Leben von Amerikanern und deren Partnern gefährden. Read the rest of this entry »
Ölpreis und Dollar: Das ewige Hin und Her
So oft hört man es in den Nachrichten – der Ölpreis ist gestiegen, der Dollar im Rekordtief! Wie aber hängen Ölpreis und Dollar zusammen?
Klar ist – es gibt viele Gründe für die Erhöhung des Ölpreises. Doch immer wieder sticht die Korrelation zwischen Ölpreis und US Dollar ins Auge. Offensichtlich kontern die Ölförderstaaten beim Abfall der Dollarwerte mit einer Erhöhung des Ölpreises. Warum aber?
Sie machen es, um die Schwäche der amerikanischen Währung so gut es geht auszubalancieren. Das ist notwendig, um die Kaufkraft gleich zu behalten. Zwar sinkt dann wiederum der Dollarpreis, dadurch wird aber der Markt zu Europa und Asien bestärkt. Read the rest of this entry »
Golfkrieg 2 | USA versus Irak
Posted by admin in Krise, Zwischen den Fronten on July 28, 2010
Im Jahr 1990 und 1991 fand der Irakkrieg unter Bush Sen. statt, den man heute auch den 2. Golfkrieg nennt. Was mit einer Auseinandersetzung zwischen dem Irak und Kuwait und dem Streit um Boden begann, endete in einem Krieg mit internationaler Beteiligung.
Saddam Husseins Besitzansprüche
Nach dem zuvor gescheiterten und verlustreichen Krieg gegen den Iran (dem 1. Golfkrieg) macht Saddam Hussein 1990 Iraks historische Besitzansprüche über das Nachbarland Kuwait geltend. Kuwait allerdings beruft sich auf die britische Mandatsmacht und den damit einhergehenden Unabhängigkeitsvertrag. Trotzdem marschieren die irakischen Truppen in Kuwait ein und besetzen das Land.
Der Eingriff der UN und der Irakkrieg unter Bush Senior
Nach weltweiter Missbilligung des Vorgehens im Irak und dem Verstreichen des letzten Ultimatums zum Rückzug der irakischen Truppen greifen schließlich die Vereinten Nationen ein und der Irakkrieg unter Bush Senior beginnt. Nach 6 Wochen erzwingen die alliierten Truppen den irakischen Rückzug.
Die Folgen für Kuwait sind katastrophal. Die irakische Armee steckte etwa 600 Erdölquellen in Brand, was zu erheblichen wirtschaftlichen, landschaftlichen und gesundheitlichen Problemen führte.
Warum Irak vs. USA ?
Der Irakkrieg unter Bush Senior ist vor allem als Krieg Iraks gegen die USA bekannt. Eine amerikanische Botschafterin hatte kurz vor dem Irakkrieg unter Bush Senior versichert, die USA habe keine Meinung zu den Grenzstreitigkeiten. Was heute von den USA geleugnet wird, könnte den Irak zum Einmarsch ermutigt haben.
Das Bild des „teuflischen“ Hussein war schon lange vor dem Irakkrieg unter Bush Sen. in den Medien regelrecht inszeniert worden. Meiner Meinung sollte die mediale Hetzkampagne gegen Hussein viele U.S. Bürger schon vorab von der Notwendigkeit eines Irakkriegs unter Bush Senior überzeugen.
Obama bringt Hoffnung in den Irak
Das amerikanische Staatsoberhaupt besuchte letztes Jahr zum ersten Mal als Präsident den Irak und leitete damit den Weg für ein sicheres und unabhängiges Land ein. Die Tatsache, dass Obama im Irak zu Besuch war, soll aber auch zeigen, wie wichtig ihm die Lösung des Konflikts ist.

Obama verspricht im Irak den baldigen Truppenabzug
Als Barack Obama im Irak war, brachte er vor allem Worte mit, die bei vielen für Erleichterung sorgten. Die amerikanischen Truppen würden bis Ende 2010 abgezogen und die irakische Regierung solle fortan für Sicherheit und Ordnung im Land sorgen. Gleichzeitig aber warnte er vor schwierigen Aufgaben, die das U.S. Militär in der nächsten Zeit noch erfüllen müsse.
Was machte Obama im Irak?
Neben dem Besuch des Militärstützpunkts Camp Victory, wo er begeistert von den U.S. Soldaten empfangen wurde, sprach der Präsident der USA Barack Obama im Irak auch mit dem Ministerpräsidenten und dem Staatspräsidenten über die politische Zukunft Iraks. Wann Barack Obama wieder im Irak sein wird, ist noch nicht abzusehen, um dauerhaften Frieden zu sichern, wird seine Präsenz im Krisengebiet allerdings weiterhin notwendig sein.
Obamas widersprüchliche Friedenspolitik
Der Irakkrieg begann im Jahr 2003 an und kostete bist heute Tausenden von Irakern und U.S. Amerikanern das Leben. Er sorgte von Anfang an für heftige Kritik, auch beim damaligen Senator Obama.
Sicherlich war Barack Obama im Irak, um den vielen Kriegsgegnern zu signalisieren, dass mit ihm Frieden kommt. Das lenkt aber nicht von der Tatsache ab, dass er mit der Truppenaufstockung in Afghanistan weitere U.S. Soldaten in Gefahr bringt. Meiner Meinung nach sollte er einen einheitlichen friedlichen Weg fahren, um sich dem Friedensnobelpreis als würdig zu erweisen.
Krieg zwischen Iran und Irak
Posted by admin in Krise, Zwischen den Fronten on June 30, 2010
Bereits im Jahr 1979 übernahm Saddam Hussein die Macht im Irak und Khomeini im Iran. Am 22. September 1970 überschritt die irakische Armee die iranische Grenze.
Die Luftwaffe von Saddam Hussein versuchte die iranische Luftwaffe auf ihren Flugplätzen zu zerstören. Doch warum das Alles?
Die Staatsgrenzen des Irans wurden von der irakischen Armee überschritten, Erdölprovinz Khuzestan zu erobern. Saddam Hussein plante zwar nur einen kurzen Blitzkrieg, doch entwickelte sich dieser einer der blutigsten und auch längsten Stellungskriege der neueren Geschichte. Bekannt ist der Irak Krieg zwischen Iran und Irak unter dem Namen Golfkrieg. Dieser Krieg wurde als der Erste Golfkrieg bezeichnet, als es zu einem zweiten Golfkrieg kam. Read the rest of this entry »



