Der Iran wird mit immer neuen Sanktionen belegt. Der Grund dafür ist sein angeblich ziviles Atomprogramm, hinter dem viele westliche Staaten eine heimliche Produktion von Atomwaffen vermuten. Nun überrascht die Nachricht, dass es dem Staat am Kaspischen Meer zu gelingen scheint, einen Teil der wirtschaftlichen Isolierung mit Hilfe des Irak zu umgehen.
Viele würden doch meinen, dass die USA im Irak einen starken Einfluss genießen. Scheinbar falsch gedacht. Seit geraumer Zeit wickelt der Iran, der hauptsächlich wirtschaftlich unter Druck gesetzt wird, Finanz- und Ölgeschäfte über den Irak ab. So sollen mindestens vier irakische Geschäftsbanken über iranische Mittelsmänner kontrolliert werden. Öl soll gleichermaßen im Irak umetikettiert werden und als einheimisches Öl weiterverkauft werden.
Interesse an guten Beziehungen zum Nachbarland
Der Irak, in Person seines Regierungssprechers Ali al Dabbagh, begründet diese Handhabung mit individuellen Interessen und sagte der New York Times, sein Land wolle keine Regeln unterlaufen, aber die „guten Beziehungen“ zum Iran aufrechterhalten. Die amerikanische Regierung hatte bereits letzten Monat diese Art von Finanzgeschäften angeprangert und es bleibt abzuwarten, wie sich diese Art von verstecktem Handel in den nächsten Monaten weiter entwickeln wird.


