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Die Deutsche Botschaft im Irak
Mit ihrem Sitz in Bagdad, hat die Deutsche Botschaft vor Ort einige wichtige Aufgaben zu erledigen. Jeder der, trotz vieler Warnhinweise, den Irak besuchen will, wird in der Deutschen Botschaft eine gute Hilfe finden.
Eine gute Regierung ist Grundstein für ein gutes Land. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Ländern ermöglicht erst wirklichen Frieden und beugt Probleme vor. Einen ähnlichen Auftrag, dürfte die Deutsche Botschaft im Irak haben.
Es hat schon seine Bedeutung wenn Ausländer für ihre Botschaften in den Irak gelassen werden. Für mich, ein Hinweis auf endlichen Frieden. Für andere jedoch, nur Misstrauen erregend.
Die Deutsche Botschaft und ihre Aufgaben
Jeder Deutsche der in den Irak kommt, wird bei Problemen in der Deutschen Botschaft Hilfe finden. Wie ich erfuhr, wird diese zurzeit von einem Mann Namens Christian Berger geleitet. Er konnte bereits in Vergangenheit in anderen Ländern als Botschafter vermitteln und kommt so mit zahlreicher Erfahrung.
Bei der Deutschen Botschaft erhält man Hilfe bei Fragen oder Problemen beim eigentlichen Besuch, sowie den Vorbereitungen. Dafür eignet sich der zentrale Sitz in Bagdad sehr gut. Nähere Informationen wird man unter diesem Link finden.
Weiter hoffe ich sehr, dass die Normalität im Irak und besonders in Bagdad bald einziehen wird. Solange jedoch US-Soldaten und Überreste vom Krieg zu finden sind, wird das seine Zeit dauern. Jedoch sind Gebäude wie die Deutsche Botschaft ein gute Zeichen.
Folterung in irakischen Gefängnissen?
Der Krieg in Irak sollte sie ablösen – die Schreckensherrschaft die mit Sadam Hussein verbunden wurde. Doch ist eine Regierung gestürzt, scheint es deswegen noch lange nicht besser im Irak auszusehen. Weiterhin scheinen Regierungen nicht besser zu handeln als ihr Vorgänger.
Menschenrechtsverletzungen – auf diesen Begriff pocht Amnesty International im Irak. Hier sollen tausende Menschen in Gefängnissen festsitzen – teilweise ohne Verurteilungen. Sogar Freilassungen sollen manchen schon zugesprochen worden sein. Trotz dessen, bleiben die Gitter geschlossen.
Dies alles, ist nicht das eigentliche Problem auf das die Menschenrechtsorganisation Amnesty hinaus will. Viel mehr, soll es die Folter sein die sie dazu drängt, zu handeln.
Folter in irakischen Gefängnissen
Die US-Soldaten können ihren Präsenz nicht überall halten. Und dort wo ihr Blick nicht hinreicht, wird nach Gutdünken der Regierung gehandelt. Doch einem Bericht nach, haben auch die US-Amerikaner während des Krieges gegen einige Menschenrechte verstoßen.
Dies stellt jedoch weder die eine noch die andere Seite als korrekt hin. Doch bleibt die Frage, wann und ob überhaupt jemals wirklicher Friede und Gerechtigkeit im Irak einziehen werden. Auch wenn viele von dort ausgewandert sind, bleibt immer noch der Blick zurück ins Heimatland und die Hoffnung, dass es Freunden und der dortgebliebenen Familie, es eines Tages besser gehen wird – auch mit Hilfe von Organisationen wie Amnesty International.
Öffentliche Zahlen zu Toten im Irak
Nachdem der eigentliche Krieg im Irak vorbei zu sein scheint, werden immer die Ausmaße des “Einsatzes” immer klarer. Nach einer Veröffentlichung der USA wird klar, dass es große Zahlen sind die die Opfer der Iraker verdeutlichen. Die US-Streitkräfte zählten bis zu 77.000 Tote. Keine Soldaten, keine Krieger. Nur Zivilisten und Sicherheitskräfte.
Bereits vor dieser Veröffentlichung waren immer wieder Statistiken zu den Auswirkungen des Irak-Krieg bekannt geworden. Kürzlich stellte auch die US-Regierung Angaben bereit. Beinah 77.000 Tote zählten die Amerikaner zwischen 2004 und Oktober 2008 – vier Jahre lang.
Die Zahl die sie hier veröffentlichten, schlossen keine irakischen Soldaten mit ein. Nur Zivilisten und Sicherheitskräfte zählen hierzu. Doch während wir unsere Verluste ansehen, sind auch zahlreiche Amerikaner im Krieg gefallen.
Tote im Irak – auch bei Amerikanern
Beinah 4000 Soldaten waren es, die in dem erwähnten Zeitraum auf den Seiten der US-Soldaten fielen. Während man sich bei den Verlusten auf amerikanischer Seite ziemlich klar ist, scheinen unsere Opfer stark umstritten. Politiker, Kritiker und Analytiker finden sich auf keiner Zahl ein.
Ein Beispiel dürfte die irakische Regierung sein. Diese zählte um die 85.000 Tote – 8000 mehr. Diese Unterschiede scheinen in der Öffentlichkeit viel auszumachen da sie einen Einblick in die Auswirkungen des Krieges sehen.
Nicht nur Tote
Auch Verletzte finden sich zahlreich ein. Geschätzt auf 121.000, sorgten sie zeitweise für eine Überfüllung zahlreicher Krankenhäuser und ähnlichen Einrichtungen. Deren Narben und das Gedanken um die Verstorbenen, dürfte die Erinnerungen an den Krieg noch für einige Zeit am Leben erhalten.
Kurden im Irak | Minderheit ohne eigenen Staat
Posted by admin in Uncategorized on September 18, 2010
Kurdistan ist ein Siedlungsgebiet, das sich über die Länder Türkei, Syrien, Irak, Iran und ein bisschen Armenien erstreckt. Die Kurden sind also das größte Volk ohne Land, und überall eine Minderheit.
Traditionell sehen sich Kurden nicht als Nation, sondern als Stammesangehörige, die durchaus auch Krieg gegen andere Kurden führen können. Ein kurdisches Nationalbewusstsein gibt es erst seit dem 20. Jahrhundert, eine intellektuelle Sichtweise, die nicht unbedingt mit den traditionellen Selbstverständnis konform ging.
Kurden und ihre Geschichte im Nahen Osten
Nach dem Ersten Weltkrieg hätten die Kurden fast ihr eigenes Land gehabt. Ein Abkommen zwischen der Türkei und Großbritannien sollte einen kurdischen Staat ermöglichen. Mustafa Kemal, Atatürk, war jedoch die Wahrung der Staatsgrenzen wichtiger. Und Großbritannien wollte die Ölvorkommen im britisch regierten Irak. Ein kurdischer Staat hätte da nur gestört.
Im Zweiten Weltkrieg hatten die UdSSR Teile des Iran unter ihre Kontrolle gebracht, und sie förderten die Unabhängigkeit der Kurden. Auch sie wollten das Erdöl, allerdings das im Iran. Dadurch gab es einen kurdischen Staat. Doch 1946 zog sich die UdSSR zurück, und das Gebiet gehörte wieder den Iranern.
Kurden und der Irak
Der Irak war 1958 der einzige Staat, der den Kurden nationale Rechte zugestand. Doch schon in den 70er Jahren begann eine Vernichtungsaktion, die mit Umsiedlung und Vertreibung, Bombardierungen und Arabisierung begann und bei Giftgas nicht haltmachte. Folterungen, Gefangennahmen, Deportationen und sogar Massenbegräbnisse bei lebendigem Leibe wurden in den 80er Jahren durchgeführt. So wurden 90% der kurdischen ländlichen Regionen ausgelöscht. Erst die Amerikaner befreiten die Kurden und schufen eine Schutzzone zum Wiederaufbau. Wie geht es weiter, wenn die Kurden ab 2011 wieder auf sich gestellt sind?
[Bild:kurdische flagge © flickr/Kurdistan KURD كوردستان كردستان ا]
Ende des Irak-Krieges | US Truppenabzug
Ich mache mir Sorgen… Ich meine, ich bin nicht aus dem Irak geflohen, weil da alles so toll war, ich habe immer noch Verwandtschaft da, die das Leid aushalten muss.
Wie soll ich Obama nun finden, jetzt, wo er den Krieg beendet hat? Ich weiß, wie es da ist, ich habe lange genug da gelebt. Die Unterdrückung, die permanente Todesangst.. es ist sogar noch schlimmer, als die Nachrichten es vermitteln können. Ich kann hier sitzen und meinen Kaffee schlürfen, ich bin relativ in Sicherheit vor den Nachstellungen derer, die mich als Anderdenkenden verfolgen, hier in meiner Wohnung, mit meinem Laptop.
Ende des Krieges im Irak | Ende des Terrors?
Aber wer passt denn nun darauf auf, dass nicht wieder die Falschen an die Macht kommen? Es stimmt, die US-Amerikaner zetteln Kriege an, um ihre Wirtschaftinteressen durchzusetzen. Die sind auch keine Engel. Der eine macht es im Namen der Religion, der andere im Namen der Freiheit, doch Verlierer sind doch die, die sterben.
Die Menschen im Irak, die nicht wissen, was Ihnen geschieht. Klar, auch die Soldaten, die dort hingeschickt wurden und nicht vorbereitet waren auf die Angst und den Tod. Die USA machen es sich allerdings echt einfach. Vielleicht sollten sie die Sachen, die sie angefangen haben, auch mal zuende bringen. Wenn sich die USA schon in Dinge einmischen, von denen sie nichts verstehen.
Alle schimpfen gegen den Krieg, doch wer passt auf die Leute auf, die von ihren eigenen Landsleuten ermordet werden?
Verluste nach der Besatzung und des Kriegs im Irak
Am 31. August 2010 hat US-Präsident Barack Obama den Kampfeinsatz im Irak nach siebeneinhalb Jahren für beendet erklärt. Auf eine Siegeserklärung verzichtete er dabei.
Mit gutem Grund. Denn die Streitkräfte der USA lassen ein Land zurück, das politisch instabiler ist als es zu Zeiten Saddam Husseins je war – nichts funktioniert mehr richtig, Terroranschläge sind praktisch an der Tagesordnung, eine stabile, geschweige denn wirklich demokratische, Regierung nicht in Sicht.
Kleine Statistik zu den Verlusten während des Krieges und der Besatzung im Irak Read the rest of this entry »
Dschalal Talabani: Derzeitiger Präsident des Irak
Nachdem der Irak vor ein paar Jahren noch das Nachrichtenthema Nummer eins in nahezu allen Medien war, ist es in letzter Zeit doch merklich stiller um das Land geworden. Vor allem nachdem sich die USA etwas aus dem Land zurückgezogen haben.
Als wir im Freundeskreis vor kurzem mal auf das Thema Irak zu sprechen gekommen sind, fragte ich mich, wer eigentlich gerade der Präsident des Irak ist und wie sein Lebenslauf aussieht, schließlich ist das ein Amt, um das ihn sicher kaum jemand beneidet.
Von Saddam Hussein zu Dschalal Talabani: Präsident des Irak
Tatsache ist, dass die USA nach dem Sturz von Saddam Hussein die politische Neuordnung des Landes in die Wege leiteten und auch stark beeinflussten. Nachdem zunächst Ghazi al-Yawar als Übergangspräsident eingesetzt wurde, fanden im Januar 2005 die ersten freien und allgemeinen Wahlen seit 4 Jahrzehnten statt.
Neuer Präsident des Irak wurde der damals 72-jährige Kurde Dschalal Talabani.
Sein Lebenslauf liest sich doch deutlich anders als der eines westlichen Staatsoberhauptes, wie ich finde. Er studierte Rechtswissenschaften, engagierte sich früh in Parteien und nahm auch an politischen Revolten gegen frühere Staatsoberhäupter teil.
1975 gründete der heutige Präsident des Irak in West-Berlin mit anderen kurdischen Politikern die Partei PUK und verbündete sich mit dem Iran, wohin er später auch floh, als die irakische Regierung 1988 chemische Waffen gegen die kurdische Bevölkerung im Nordirak einsetzte. 1991 beteiligte er sich aktiv am Bürgerkrieg im kurdischen Teil des Irak, bevor er 2005 mit großer Mehrheit und ohne Einfluss der USA zum Präsident des Irak gewählt wurde.
Mehr über seine Vorstellungen kann man im NZZ-Interview nachlesen.
[IMG Jalal_Talabani © wikipedia.de / Duesentrieb]
Golfkrieg 2 | USA versus Irak
Posted by admin in Krise, Zwischen den Fronten on July 28, 2010
Im Jahr 1990 und 1991 fand der Irakkrieg unter Bush Sen. statt, den man heute auch den 2. Golfkrieg nennt. Was mit einer Auseinandersetzung zwischen dem Irak und Kuwait und dem Streit um Boden begann, endete in einem Krieg mit internationaler Beteiligung.
Saddam Husseins Besitzansprüche
Nach dem zuvor gescheiterten und verlustreichen Krieg gegen den Iran (dem 1. Golfkrieg) macht Saddam Hussein 1990 Iraks historische Besitzansprüche über das Nachbarland Kuwait geltend. Kuwait allerdings beruft sich auf die britische Mandatsmacht und den damit einhergehenden Unabhängigkeitsvertrag. Trotzdem marschieren die irakischen Truppen in Kuwait ein und besetzen das Land.
Der Eingriff der UN und der Irakkrieg unter Bush Senior
Nach weltweiter Missbilligung des Vorgehens im Irak und dem Verstreichen des letzten Ultimatums zum Rückzug der irakischen Truppen greifen schließlich die Vereinten Nationen ein und der Irakkrieg unter Bush Senior beginnt. Nach 6 Wochen erzwingen die alliierten Truppen den irakischen Rückzug.
Die Folgen für Kuwait sind katastrophal. Die irakische Armee steckte etwa 600 Erdölquellen in Brand, was zu erheblichen wirtschaftlichen, landschaftlichen und gesundheitlichen Problemen führte.
Warum Irak vs. USA ?
Der Irakkrieg unter Bush Senior ist vor allem als Krieg Iraks gegen die USA bekannt. Eine amerikanische Botschafterin hatte kurz vor dem Irakkrieg unter Bush Senior versichert, die USA habe keine Meinung zu den Grenzstreitigkeiten. Was heute von den USA geleugnet wird, könnte den Irak zum Einmarsch ermutigt haben.
Das Bild des „teuflischen“ Hussein war schon lange vor dem Irakkrieg unter Bush Sen. in den Medien regelrecht inszeniert worden. Meiner Meinung sollte die mediale Hetzkampagne gegen Hussein viele U.S. Bürger schon vorab von der Notwendigkeit eines Irakkriegs unter Bush Senior überzeugen.
[IMG © flickr/ cliff1066™]
Obama bringt Hoffnung in den Irak
Das amerikanische Staatsoberhaupt besuchte letztes Jahr zum ersten Mal als Präsident den Irak und leitete damit den Weg für ein sicheres und unabhängiges Land ein. Die Tatsache, dass Obama im Irak zu Besuch war, soll aber auch zeigen, wie wichtig ihm die Lösung des Konflikts ist.

© flickr/ The U.S. Army
Obama verspricht im Irak den baldigen Truppenabzug
Als Barack Obama im Irak war, brachte er vor allem Worte mit, die bei vielen für Erleichterung sorgten. Die amerikanischen Truppen würden bis Ende 2010 abgezogen und die irakische Regierung solle fortan für Sicherheit und Ordnung im Land sorgen. Gleichzeitig aber warnte er vor schwierigen Aufgaben, die das U.S. Militär in der nächsten Zeit noch erfüllen müsse.
Was machte Obama im Irak?
Neben dem Besuch des Militärstützpunkts Camp Victory, wo er begeistert von den U.S. Soldaten empfangen wurde, sprach der Präsident der USA Barack Obama im Irak auch mit dem Ministerpräsidenten und dem Staatspräsidenten über die politische Zukunft Iraks. Wann Barack Obama wieder im Irak sein wird, ist noch nicht abzusehen, um dauerhaften Frieden zu sichern, wird seine Präsenz im Krisengebiet allerdings weiterhin notwendig sein.
Obamas widersprüchliche Friedenspolitik
Der Irakkrieg begann im Jahr 2003 an und kostete bist heute Tausenden von Irakern und U.S. Amerikanern das Leben. Er sorgte von Anfang an für heftige Kritik, auch beim damaligen Senator Obama.
Sicherlich war Barack Obama im Irak, um den vielen Kriegsgegnern zu signalisieren, dass mit ihm Frieden kommt. Das lenkt aber nicht von der Tatsache ab, dass er mit der Truppenaufstockung in Afghanistan weitere U.S. Soldaten in Gefahr bringt. Meiner Meinung nach sollte er einen einheitlichen friedlichen Weg fahren, um sich dem Friedensnobelpreis als würdig zu erweisen.
Der Irakische Dinar – eine sichere Währung in Krisenzeiten
In einem von Kriegen und Machtkämpfen gebeutelten Land sticht der Irakische Dinar als Fels in der Brandung heraus. Seine Einführung und Entwicklung zeigen uns eine andere, hoffnungsvollere Seite des Irak.
Die Geschichte eines instabilen Landes
Die Währung im Irak ist seit 1932 der Irakische Dinar. Damals wurde er von Großbritannien ausgehändigt, welches nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches die Mandatsmacht über das Gebiet bekam. Damit ersetzte der Irakische Dinar die Indische Rupie.
Nach dem zweiten Golfkrieg und der damit einhergehenden Wirtschaftsblockade konnte die bis dahin gebrauchte Schweizer Drucktechnik nicht mehr angewandt werden und die Qualität der Banknoten sank immer mehr. Es war also nur noch eine Frage der Zeit bis neue Währung ausgehändigt werden musste. Read the rest of this entry »


