Kurdistan – ein Gebiet ohne Grenzen

Für mich ist Kurdistan ist eines der interessantesten Regionen der Welt. Es erstreckt sich über vier Länder, die Türkei, den Iran, den Irak und Syrien und wird vor allem durch die gemeinsame Ethnie der Bewohner definiert. Wirkliche Landesgrenzen oder gemeinsame Gesetze hat das Großgebiet aber nicht, da es sich trotz vieler Bestrebungen nie zu einem einheitlichen Nationalstaat zusammenfinden konnte. Erfolge hat es aber dennoch erringen können.

Kurdische Flagge © flickr/Kurdistan KURD كوردستان كردستان ا
© flickr/Kurdistan KURD كوردستان كردستان ا

Die Geschichte Kurdistans ist ein Kampf um Autonomie

Eine Ethnie der Kurden umfasst Menschen, die durch ihre Kultur, Geschichte, Tradition und ein Territorium, vor allem aber ein Zusammengehörigkeitsgefühl miteinander verbunden sind. Die Kurden teilen eine lange und turbulente Vergangenheit. Zum ersten Mal geteilt wurde die Region schon im Jahr 1639. Heute unterscheidet man zwischen Nord- Süd- und Ostkurdistan.

Nachdem Teile Kurdistans zwischenzeitlich sogar das Recht auf Selbstbestimmung zugesprochen bekamen und andere sich kurzzeitig zur Republik erklärten, schaffte es Kurdistan erst im Jahr 1970 einen einheitlichen politischen Staat herauszubilden.

Die Autonome Region Kurdistan

Die sogenannte Autonome Region Kurdistan liegt im Norden Iraks und hat sich inzwischen zu einem fast vollwertigen Staat mit eigenem Parlament, eigener Verwaltung und sogar eigener Nationalhymne und Flagge entwickelt. Leider ist sie aber bis heute nicht international anerkannt und bleibt Teil des Iraks.

Kurdistans brisante strategische Lage

Wie ihr auf der Weltkarte seht, hat Kurdistan eine geografisch besonders heikle Lage. Großteile des irakischen Ölvorkommens fallen nämlich unter das Gebiet der Autonomen Region Kurdistan. Mich würde es nicht wundern, wenn es zu einer Zusammenarbeit Kurdistans mit den USA beim Vorgehen im Irak käme. Diese würde der USA bei ihrem Militäreinsatz und der Autonomen Region Kurdistan bei ihren Unabhängigkeitsbestrebungen helfen.

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