Nach Armeeangaben hat ein Spezialkommando der israelischen Kriegsmarine ein Schiff abgefangen, das mit hunderten Tonnen an Munition und Waffen für die Hisbollah im Libanon beladen war.
Das Schiff namens Francop fuhr unter der Flagge von Antigua. Antigua ist ein Karibik-Staat. Die Waffen und auch die Munition an Board stammten aus dem Iran. Durch die Presse liefen Schlagzeilen wie zum Beispiel: Israel bringt Schiff auf, welches hunderte Tonnen an Waffen und Munition geladen hatte. Fast alle horchten gespannt hin, denn zu unklar war die Lage, wem die Waffen und die Munition gehörten.
Besonders in Neu Wulmstorf, dass kurz vor den Toren Hamburgs liegt, sorgte dieser Waffentransport für Gesprächsstoff. Das Schiff gehört der Reederei von Gerd Bartels. Dieser erklärte noch am gleichen Abend nichts von dem Waffenschmuggel gewusst zu haben. Seit circa 2 Monaten ist das Schiff vom dem Cargo-Unternehmen UFS gechartert.
Dem Iran wurde von israelischer Seite ein Verstoß gegen Resolutionen des Weltsicherheitsrats vorgeworfen. Diese untersagen den Export von Waffen. Der Iran wies die Angaben zurück und zweifelte den Bericht an. Laut Aussagen vom Iran wäre das Schiff von Syrien in den Iran unterwegs gewesen und hätte nur syrische Waren geladen, aber keine Waffen. Das israelische Spezialkommando entgegnete, dass die Waffen in Containern hinter weißen Säcken mit Agrarerzeugnissen sehr gut versteckt gewesen seien. Noch am gleichen Tag konnte man im israelischen Fernsehen die Bilder von der Hafenanlage in Aschdod sehen. Hunderte Kisten mit Waffen zeigten sich den Zuschauern des Fernsehens. In Palästina sorgte dies für großes Erschrecken.
In der Vergangenheit hatte die Hisbollah vom Südlibanon aus, immer wieder Angriffe mit Raketen auf Israel getätigt. Nach israelischen Angaben, hätte die konfiszierte Waffenladung für einen circa 4 Wochen langen Krieg gereicht.
Doch wie heißt es so schön, das erste was im Krieg verloren geht, ist die Wahrheit. Sagen wir mal, sie teilt sich auf und verändert sich? Der Spiegel hat einen interessanten Artikel dazu in seiner Online Ausgabe.
