In einem von Kriegen und Machtkämpfen gebeutelten Land sticht der Irakische Dinar als Fels in der Brandung heraus. Seine Einführung und Entwicklung zeigen uns eine andere, hoffnungsvollere Seite des Irak.
Die Geschichte eines instabilen Landes
Die Währung im Irak ist seit 1932 der Irakische Dinar. Damals wurde er von Großbritannien ausgehändigt, welches nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches die Mandatsmacht über das Gebiet bekam. Damit ersetzte der Irakische Dinar die Indische Rupie.
Nach dem zweiten Golfkrieg und der damit einhergehenden Wirtschaftsblockade konnte die bis dahin gebrauchte Schweizer Drucktechnik nicht mehr angewandt werden und die Qualität der Banknoten sank immer mehr. Es war also nur noch eine Frage der Zeit bis neue Währung ausgehändigt werden musste.
Die Entwicklung des neuen Irakischen Dinar und eines neuen irakischen Gesichts
Nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen und dem Sturz von Saddam Hussein war endlich der Weg für neue Banknoten und Münzen geebnet und damit eine Vereinheitlichung der irakischen Währung möglich. Die Koalitions-Übergangsverwaltung gab neue Irakische Dinar Ende 2003 zum ersten Mal an die Bevölkerung.
Die neuen Noten sind nicht nur ebenso sicher wie Euronoten, sondern geben auch ein hoffnungsvolleres Bild der Nation ab: Anstelle politischer Gesichter sind auf dem neuen Irakischen Dinar vor allen Dingen die vielen landschaftlichen Vorzüge des Landes abgebildet. Das, finde ich, ist mal eine positive Botschaft an die Welt.
Seit der Einführung des neuen Irakischen Dinar scheint es auch mit der Wirtschaft im Irak bergauf zu gehen – ausländische Investoren reißen sich um die irakische Währung, im festen Glauben, dass der bisher schwache Irakische Dinar sich zu neuen Höhenflügen aufmachen wird.
Wie der Spiegel auch berichtet, dient der Irak auch schon für den kriminellen Geldtransfer.
